Bildquelle: Adoph-Kolping Berufskolleg Münster

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Fallen

...ich werde heute aufrecht durch den Tag gehen können,

denn einer hat vor mir den tiefsten Fall riskiert und überlebt...

 

 

 

 

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen,

und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.

Jesaja 42,3

 

Halten

Wie gut tut es, gehalten zu sein, ganz buchstäblich von jemand Anderem.

Gerade dann wenn alles zusammenstürzt.

Aber wie gut tut es auch, jemand Anderen zu halten,

mit zu gehen, zu stützen – gerade jemanden, den ich nicht kenne.

Simon von Zyrene hält Jesus und trägt das Kreuz mit.

 

 

 

 

 

Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen.

Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon; ihn zwangen sie, Jesus das Kreuz zu tragen.

 

Mt 27, 31-32

 

Schmerz

Wie sinnlos sind Leid und Schmerz, wenn man sich es genau überlegt,

und im Angesicht der Frage nach dem WARUM (das alles),

bleibt jede allzu schnelle Antwort auf der Strecke...

Welcher Segen trägt da?

 

 

Es folgte ihm aber

eine große Volksmenge und

Frauen, die klagten und beweinten ihn.

Jesus aber wandte sich um

zu ihnen und sprach:

Ihr Töchter von Jerusalem,

weint nicht über mich,

sondern weint über euch selbst und über eure Kinder.

Denn siehe, es wird die Zeit kommen,

in der man sagen wird:

Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben,

und die Brüste, die nicht genährt haben!

 

Lukas 23,27-29

 

 

 

Ohnmacht

...die Liebe ist groß und erträgt alles, hofft alles...

und wie leicht geht mir das über die Lippen, wenn ich sage,

meine Liebe erträgt alles, hofft...

 

 

 Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,

hätte aber die Liebe nicht,

nützte es mir nichts.

Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.

Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.

 

 1.Korinther 13,1-8

 

Zuwendung

...wie schwer ist es, jemandem in die Augen zu schauen,

sich selbst dabei anschauen zu lassen.

Wie lange kann ich so Zuwendung und Aufmerksamkeit ertragen

und was passiert währenddessen mit mir?

 

 

Sie zogen zusammen weiter und er kam in ein Dorf. Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu. Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt?

Sag ihr doch, sie soll mir helfen!

Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.

Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.

 

 Lukas 10, 38-42

 

 

 

 

 

Kreuzigung

... aufs Kreuz gelegt werden. Buchstäblich festgenagelt. Die Arme ausgebreitet.

Hilflose Liebe bis zum Äußersten. Angst, Schmerz, Scham, Gottesferne.

Alles hat er durchlebt – für uns...

 

 

Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota, das heißt übersetzt: Schädelhöhe. Dort reichten sie ihm Wein, der mit Myrrhe gewürzt war; er aber nahm ihn nicht. Dann kreuzigten sie ihn. Sie warfen das Los und verteilten seine Kleider unter sich und gaben jedem, was ihm zufiel.

Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. ...

Als die sechste Stunde kam, brach über das ganze Land eine Finsternis herein. Sie dauerte bis zur neunten Stunde.

Und in der neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija!

Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst uns doch sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt. Jesus aber schrie laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.

 

Mk 15, 14-25.33-37

 

 

Weiter

Weiter...

… alles aus. Am Ende. Tod.

Und dann die Botschaft: Es geht Weiter.

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?

 

 

 

Die Frauen gingen hinein [in das Grab], aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht.  Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden

Gewändern zu ihnen.

 

Die Frauen erschraken und blickten zu Boden.

Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?

Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen.

 

Da erinnerten sie sich an seine Worte.

 

 Lukas 24, 3-8